Regenwasserversickerung in Nidderau
– Rigolen fachgerecht planen und einbauen
Regenwasser vom Hausdach oder von befestigten Grundstücksflächen muss nicht immer in die öffentliche Kanalisation abgeleitet werden. Wenn die Bodenverhältnisse es zulassen, kann es direkt auf dem Grundstück versickern. Dafür kommen beispielsweise unterirdische Rigolen, begrünte Versickerungsmulden oder kombinierte Anlagen infrage.
Abfluss-AS unterstützt Eigentümer, Hausverwaltungen und Unternehmen bei der Regenwasserversickerung in Nidderau – von der Prüfung der örtlichen Voraussetzungen über die Planung bis zum Einbau und zur Wartung geeigneter Versickerungsanlagen.
Als auf Entwässerungstechnik spezialisiertes SHK-Fachunternehmen sind wir seit 1969 in der Abwassertechnik tätig. Bei der Planung berücksichtigen wir unter anderem die angeschlossenen Flächen, die Durchlässigkeit des Bodens, den Grundwasserstand und die geltenden Vorgaben.
Ein Beitrag für Umwelt, Grundstück und Zukunft.
Warum ist Regenwasserversickerung sinnvoll?
Auf Dächern und befestigten Flächen kann Regenwasser nicht direkt in den Boden eindringen. Es fließt stattdessen über Regenwasserleitungen oder oberirdisch ab. Eine Versickerungsanlage ermöglicht es, geeignetes Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück aufzunehmen und an den Untergrund abzugeben.
Eine fachgerecht geplante dezentrale Regenwasserversickerung bietet mehrere Vorteile:
Kanalisation entlasten
Regenwasser wird bei geeigneten Voraussetzungen auf dem Grundstück versickert, statt vollständig in das öffentliche Kanalnetz abgeleitet zu werden.
Natürlichen Wasserkreislauf unterstützen
Die örtliche Versickerung kann zur Grundwasserneubildung beitragen.
Grundstücksflächen sinnvoll nutzen
Unterirdische Rigolen benötigen vergleichsweise wenig Platz an der Oberfläche.
Niederschlagswassergebühren einsparen
Wird weniger Regenwasser in die öffentliche Kanalisation eingeleitet, kann sich die gebührenpflichtige Fläche verringern.
Welche Möglichkeiten der Regenwasserversickerung gibt es?

Rigolenversickerung
Platzsparend
Kies- oder Kunststoffrigolen
Belastbarkeit bei der Planung berücksichtigen

Muldenversickerung
Naturnahe Lösung
Bewachsene Bodenschicht
Ausreichend Grünfläche nötig

Mulden-Rigolen-System
Oberirdische Versickerung
Zusätzlicher Speicherraum
Kombinierte Entwässerung
Warum ist eine Regenwasserversickerung wichtig?
Flächen wie Dächer, Wege oder Straßen lassen Regenwasser nicht versickern. Stattdessen fließt es oberirdisch ab und gelangt in die Kanalisation. Bei starkem Regen kann dies die Entwässerungssysteme überfordern und zu Rückstau oder Überflutungen führen. Eine lokal organisierte Regenwasserversickerung trägt dazu bei, öffentliche Kanäle zu entlasten, Überschwemmungsschäden zu vermeiden und den natürlichen Wasserkreislauf zu erhalten. Ob durch Mulden, Versickerungsschächte oder unterirdische Rigolensysteme: Eine fachgerechte Planung solcher Anlagen hilft, das Grundstück vor Starkregenfolgen zu schützen und trägt gleichzeitig zum Ressourcenschutz bei.
Im Video erfahren Sie mehr über die Relevanz moderner Versickerungssysteme und darüber, wie verschiedene Varianten wirksam eingesetzt werden können.
UNSER SPARRINGSPARTNER-KONZEPT
Regenwasserversickerung mit System.
Wir begleiten Sie von der ersten Einschätzung bis zur langfristigen Betriebssicherheit — technisch fundiert und nachvollziehbar.
01
VERSTEHEN
Grundstück, Flächen und Bodenverhältnisse analysieren.
02
LÖSEN
Passendes System (Rigole, Mulde oder Kombination) auswählen.
03
KALKULIEREN
Dimensionierung und Leistungsumfang transparent erläutern.
04
ABSICHERN
Funktion prüfen, Wartung berücksichtigen und technische Grenzen klären.
Typische Anwendungsfälle.
Was bei Bestandsgrundstücken zu beachten ist

Dachflächen
Regenwasser vom Hausdach auf dem eigenen Grundstück versickern lassen.

Hof- und Wegeflächen
Niederschlagswasser befestigter Flächen gezielt bewirtschaften.

Gärten und Grünflächen
Begrünte Mulden für eine naturnahe Versickerung nutzen.

Neubau und Sanierung
Versickerungsanlagen frühzeitig in die Grundstücksentwässerung einplanen.
Örtliche Gegebenheiten berücksichtigen
Standortprüfung vor dem Einbau
Für private Grundstücke folgt daraus: Vor dem Einbau einer Rigole muss geklärt werden, ob der Boden das anfallende Regenwasser in ausreichendem Umfang aufnehmen kann. Die Voraussetzungen können sich selbst innerhalb eines Stadtgebietes deutlich unterscheiden.
Entsiegelung in Eichen
Im Juni 2026 begannen in der Breugelgasse im Stadtteil Eichen Arbeiten zur Entsiegelung und Begrünung der Fläche über einer ehemaligen Löschwasserzisterne.
Durch die geplante naturnahe Gestaltung kann Regenwasser künftig besser in den Boden eindringen. Die Maßnahme ist Teil des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Nidderau.
Quelle: Stadt Nidderau – Entsiegelung der ehemaligen Löschwasserzisterne in Eichen
Lehmschichten in der Neuen Stadtmitte
Darin wurde die Versickerung von Dachflächenwasser auf den Grundstücken wegen tiefreichender Lehmschichten ausgeschlossen. Diese Aussage bezieht sich auf die damalige Planung des betreffenden Baugebietes; der Bebauungsplan wurde später geändert.
Quelle: Stadt Nidderau – Bebauungsplanbegründung Neue Stadtmitte von 2013
Wie können wir Sie unterstützen?
Unsere Leistungen für Regenwasserversickerung in Nidderau
Beratung und Standortanalyse:
Wir beurteilen die Grundstückssituation und klären die Voraussetzungen für eine geeignete Versickerungsanlage.
Einbau von Rigolen und Versickerungssystemen
Abfluss-AS übernimmt die fachgerechte Umsetzung geeigneter Rigolen, Mulden-Rigolen-Systeme und weiterer abgestimmter Versickerungslösungen.
Planung und Dimensionierung:
Wir unterstützen bei der Auswahl und Bemessung geeigneter Versickerungssysteme unter Berücksichtigung der angeschlossenen Flächen und technischen Anforderungen.
Wartung und Dokumentation
Wir unterstützen bei erforderlichen Kontrollen, Wartungsmaßnahmen und der Zusammenstellung relevanter Unterlagen für die Anlage.
Welche Vorschriften gelten für die Regenwasserversickerung?
Die Planung von Versickerungsanlagen richtet sich nach den örtlichen Anforderungen und den einschlägigen technischen Regelwerken.
Wichtige gesetzliche und technische Grundlagen
§ 55 Abs. 2 Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
Niederschlagswasser soll unter den gesetzlichen Voraussetzungen möglichst ortsnah versickert, verrieselt oder ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer eingeleitet werden. Daraus ergibt sich keine allgemeine Pflicht, auf jedem Grundstück eine Rigole einzubauen.
DWA-A 138-1
Das im Oktober 2024 veröffentlichte Arbeitsblatt enthält technische Regeln für Planung, Bau und Betrieb von Versickerungsanlagen. Es berücksichtigt unter anderem Bodenverhältnisse, die Belastung des Regenwassers und den Schutz des Grundwassers.
DIN 1986-100
Ergänzt die Anforderungen an die Gebäude- und Grundstücksentwässerung und ist bei entsprechenden Planungsfragen zu berücksichtigen.
Benötigt eine Rigole in Nidderau eine Genehmigung?
Die Errichtung und der Betrieb einer Rigole zur Versickerung von Niederschlagswasser können eine wasserrechtliche Erlaubnis erfordern. Nach § 8 in Verbindung mit § 9 Abs. 1 Nr. 4 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) gilt das Einleiten von Niederschlagswasser in das Grundwasser grundsätzlich als erlaubnispflichtige Gewässerbenutzung.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Versickerung jedoch erlaubnisfrei sein. Nach dem Merkblatt des Main-Kinzig-Kreises kommt dies insbesondere infrage, wenn:
Unproblematisches Regenwasser
Herkunft, Belastung und Menge sind geeignet, etwa bei bestimmten Dachflächen.
Mindestens 1 m Bodenabstand
Zwischen Rigolensohle und Grundwasser liegt unbelasteter, gewachsener Boden.
Sind die Voraussetzungen erfüllt?
Möglicherweise erlaubnisfrei
Die Voraussetzungen mit der zuständigen Behörde klären.
Erlaubnis erforderlich?
Erlaubnispflicht beim Main-Kinzig-Kreis prüfen und gegebenenfalls Antrag stellen.
Mögliche Antragsunterlagen
Grundwasserabstand
WARTUNG UND BETRIEB
Regenwasserversickerung langfristig absichern
Auch nach dem Einbau muss eine Versickerungsanlage funktionsfähig bleiben. Verschmutzungen, Sedimente oder Veränderungen an den angeschlossenen Flächen können die Versickerungsleistung beeinträchtigen.
Je nach Anlagentyp sind deshalb Kontrollen von Zuläufen, Schächten und weiteren zugänglichen Komponenten erforderlich. Auch notwendige Vorbehandlungs- und Wartungseinrichtungen müssen berücksichtigt werden.
Wichtig: Eine Rigole kann nur so viel Niederschlagswasser aufnehmen und versickern lassen, wie es ihre Bemessung und die tatsächlichen Bodenverhältnisse zulassen. Für außergewöhnliche Niederschlagsereignisse ist deshalb auch die schadlose Ableitung beziehungsweise der Umgang mit überschüssigem Wasser zu berücksichtigen.
Zuläufe prüfen
Verstopfungen und Ablagerungen erkennen.
Anlage kontrollieren
Schächte und zugängliche Bauteile überprüfen.
Starkregen beachten
Überschüssiges Wasser schadlos berücksichtigen.
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Was ist dezentrale Regenwasserversickerung?
Wenn nicht schädlich verunreinigtes Niederschlagswasser unmittelbar auf dem Grundstück versickert, spricht man von einer sogenannten dezentralen Regenwasserversickerung. Die technischen Anforderungen an die Planung, den Bau und den Betrieb entsprechender Versickerungsanlagen beschreibt das Arbeitsblatt DWA-A 138-1.
Was ist eine Rigole?
Unter einer Rigole versteht man einen unterirdischen Speicherraum, in dem Regenwasser zwischengespeichert wird und anschließend versickern kann. Rigolen werden vornehmlich wegen beengter Platzverhältnisse und der relativ einfachen Realisierung geplant.
Rigolen können unter gepflasterten Wegen und von LKW befahrbaren Bereichen angelegt werden. Sie sind mit anderen Techniken kombinierbar, z.B. mit oberirdisch angelegten Vertiefungen (Mulden).
Darf es etwas anderes sein?
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Fragen und Antworten
Häufige Fragen zur Regenwasserversickerung in Nidderau
Was kostet eine Regenwasserversickerung in Nidderau?
Die Kosten einer Versickerungsanlage hängen vom Grundstück, dem gewählten System und dem erforderlichen Bauaufwand ab.
Wesentliche Kostenfaktoren sind:
- Angeschlossene Flächen: Größe und Art der Dach-, Hof- oder Wegeflächen.
- Bodenverhältnisse: Versickerungsfähigkeit und gegebenenfalls notwendige Untersuchungen.
- System und Dimensionierung: Mulde, Kiesrigole oder Kunststoff-Rigolensystem.
- Einbausituation: Erdarbeiten, Zugänglichkeit und vorhandene Leitungen.
- Nachweise und Wartung: Erforderliche Planungsunterlagen und langfristiger Betriebsaufwand.
Wir erläutern den vorgesehenen Leistungsumfang und die wesentlichen Kalkulationsgrundlagen. So lässt sich beurteilen, welche Lösung technisch geeignet und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Was ist eine Rigole?
Eine Rigole ist eine unterirdische Anlage, die Niederschlagswasser zwischenspeichert und an den umgebenden Boden abgibt. Sie wird beispielsweise zur Versickerung von Dachflächenwasser eingesetzt.
Ist Regenwasserversickerung auf jedem Grundstück möglich?
Nein. Die Eignung hängt unter anderem von der Bodendurchlässigkeit, dem Grundwasserstand, der Wasserqualität und den verfügbaren Flächen ab.
Benötige ich für eine Rigole in Nidderau eine Genehmigung?
Das hängt von der geplanten Anlage und den örtlichen rechtlichen Voraussetzungen ab. Vor der Umsetzung sollte mit der zuständigen Wasserbehörde geklärt werden, ob eine wasserrechtliche Erlaubnis oder weitere Unterlagen erforderlich sind.
Wie groß muss eine Rigole sein?
Die Dimensionierung richtet sich nach der angeschlossenen Fläche, den maßgeblichen Niederschlagsdaten und der Versickerungsfähigkeit des Bodens. Eine pauschale Größe lässt sich deshalb nicht seriös festlegen.
Muss eine Rigole gewartet werden?
Ja, je nach Anlagenart sind regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls Wartungsarbeiten erforderlich. Insbesondere Zuläufe und Einrichtungen zur Vorbehandlung sollten funktionsfähig bleiben.
Kann Regenwasserversickerung die Niederschlagswassergebühr reduzieren?
Eine Verringerung kann möglich sein, wenn Flächen nach den örtlichen Gebührenregelungen nicht mehr oder nur teilweise an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind. Maßgeblich sind die kommunale Satzung und die tatsächliche Entwässerungssituation.
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